Heiliger Victorin von Korinth und seine Gefährten, Märtyrer, + 25.2. um 284 – Fest: 25. Februar

 

Diese heiligen Märtyrer, sieben an der Zahl, waren aus Korinth, und bekannten den Glauben im Jahr 249 vor dem Proconsul Tertius, am Anfang der Regierung des Kaisers Decius. In der Folge kamen sie nach Ägypten, ohne dass man jedoch weiß, ob sie dahin verbannt wurden oder sich freiwillig dahin begeben hatten. In diesem Land starben sie für den Glauben, nämlich zu Diospolis, der Hauptstadt von Thebais, im Jahr 284, unter der Statthalterschaft des Sabin und der Regierung des Numerian. Man spannte sie zuerst auf die Folter und peinigte sie noch durch verschiedene andere Qualen. Da aber nichts ihre Standhaftigkeit zu erschüttern vermochte, ließ der ergrimmte Richter den Victorin in einen großen Mörser setzen, wo ihm die Füße und Schenkel zerstoßen wurden. Bei jedem Stoß sagte man ihm: „Unglücklicher, habe doch Mitleid mit dir selbst, du kannst dem Tod noch entgehen, wenn du deinem neuen Gott entsagst.“ Der Heilige beharrte aber unbeweglich auf seinem ersten Entschluss und wurde deswegen so lange gemartert, bis er den Geist aufgab.

 

Seine Gefährten, weit entfernt, durch diese Todesart erschreckt zu werden, glühten vor Verlangen, mit ihm den erlangten Sieg zu teilen. Als man Victor den Mörser zeigte, antwortete einer von ihnen ganz ruhig: „Hier ist es, wo ich das Heil und die wahre Glückseligkeit finden werde.“ Sogleich wurde er hineingeworfen und zermalmt. Nicephorus kam den Schergen zuvor und sprang freiwillig in den blutigen Mörser. Seine Entschlossenheit vermehrte die Wut des Tyrannen, und er gab mehreren Schergen den Befehl, zugleich auf ihn zu schlagen. Claudian wurde in Stücke zerhauen, und seine noch zuckenden Glieder wurden seinen noch lebenden Gefährten vor die Füße geworfen. Nun waren noch drei übrig, nämlich: Diodor, Serapion und Papias. Zu diesen sagte der Richter, indem er auf Claudians zerstreute Glieder deutete: „Noch steht es bei euch, einem gleichen Tod zu entgehen. Ich zwinge euch nicht zu sterben.“ – „Du kennst uns schlecht,“ erwiderten die Märtyrer, „wir bitten dich, uns zu einer noch grausameren Todesart zu verurteilen, wenn du eine hast, denn nie werden wir die Treue, die wir unserem Gott schuldig sind, verletzen, nie werden wir Jesus, unseren Heiland verleugnen. Von ihm haben wir das Dasein und nach ihm allein zielen alle unsere Wünsche.“

 

Der Tyrann, vor Wut ganz außer sich, befahl, den Diodor lebendig zu verbrennen, Serapion zu enthaupten, und Papias zu ersäufen. Dies ereignete sich am 25. Februar. An diesem Tag wird auch von allen Martyrologien der Lateiner von diesen heiligen Blutzeugen berichtet. In den Menäen und im Menologium des Kaisers Basilius Porphyrogeneta werden ihre Namen am 25. Januar genannt, an dem Tag, an dem sie zu Korinth ihren Glauben bekannten.