Heiliger Numidikus, Priester und Bekenner von Karthago, + 9.8.251 – Fest: 9. August

Symbolbild Allerheiligen

       

Der heilige Numidikus machte sich durch Treue und Liebe in der Mitte des 3. Jahrhunderts in der afrikanischen Kirche berühmt. Er gab herrliche Beweise dieser Tugenden, als Kaiser Valerian zu Karthago das Blut der Christen in Strömen vergoss. Cyprian, der heilige Bischof, hatte der Gewalt weichen müssen und die Stadt verlassen. Da nahm sich Numidikus der verwaisten Herde an, befestigte die Wankenden, richtete die Gefallenen auf und erfüllte die zur Marter Bestimmten mit heiliger Sehnsucht nach der Krone. Dieser Eifer lud die Wut der Heiden auf sein Haupt. Sie ergriffen ihn samt seiner Frau und schleppten ihn auf den Scheiterhaufen. Er musste die, die durch das Sakrament der Ehe mit ihm vereinigt war, und viele andere Martyrer, deren Andenken heute mit dem seinigen gefeiert wird, in den Flammen umkommen sehen. Abends schlich die Tochter herbei, um die Überreste der geliebten Eltern aufzusuchen, und zog unter Steinen und Asche den halbverbrannten Körper des Vaters hervor. Und siehe da! Er gab noch ein Zeichen des Lebens von sich. Sie trug ihn nach Hause, verband ihn und er genas. Als der heilige Cyprian nach Karthago zurückkehrte, schmückte er den treuen Dulder mit der Priesterwürde und zeigte diese Weihe der ganzen Kirche in einem eigenen Brief an.