Heilige Märtyrer von Uganda - Fest: 31. März

       

Nachdem unter dem 10. März bereits der 40 heiligen Martyrer von Sebaste gedacht wurde, soll der heutige letzte Monatstag dem Andenken einer anderen Heldenschar geweiht sein, die in einer Stärke von insgesamt zweiundzwanzig Männern erst Ende des neunzehnten Jahrhunderts in glorreicher Weise den Tod für Christus erlitt. Es handelt sich bei diesen Martyrern um Schwarzafrikaner, von denen die Mehrzahl Jungen und junge Männer waren.

 

Uganda ist ein Königreich in Mittelafrika. Kurz vor dem Jahr 1880 kamen die ersten Missionare dorthin, hatten aber wenig Erfolg und mussten schließlich wegen der Feindseligkeiten, denen sie begegneten, das Land wieder verlassen. Die Lage änderte sich erst, als beim Tod des Herrschers ein junger König den Thron bestieg, der die Missionare zurückrief.

 

Der neue Beginn lief gut an. Das Christentum fasste besonders unter den Beamten und Edelknaben am Hof des Königs festen Fuß. Unter ihnen ragte der zwanzigjährige Karl Lwanga hervor, ein Gruppenführer der Edelknaben, der als echter Laienapostel die Kameraden mit seiner hellen Begeisterung für den christlichen Glauben förmlich ansteckte. So war alles in bestem Fluss, bis der achtzehnjährige König, von heidnischen Ratgebern aufgehetzt, sein Verhältnis zu den Christen von Grund auf änderte. Aus dem anfänglichen Gönner entwickelte sich ein grimmiger Verfolger.

 

Als einer der ersten erlitt Karl Lwanga den Martertod. Bei lebendigem Leib wurde er von den Füßen her langsam verbrannt, ohne dass er dabei auch nur einen einzigen Schmerzensschrei ausstieß.

 

Dann kam die Reihe an die anderen, Jungen und junge Männer im Alter von elf bis zwanzig Jahren, trotz ihrer Jugend wirkliche Helden, denn keiner ließ sich vom Glauben abbringen, und alle ertrugen mit mutiger Standhaftigkeit die grausamen Qualen des Feuertodes. Man umwand sie einzeln meterdick mit trockenem Schilf und stellte sie wie Korngarben auf dem Feld nebeneinander, um sie dann anzuzünden, und bei all diesen grausigen Vorbereitungen hat keiner von den herrlichen Christusjüngern geklagt.

 

So begann der letzte Akt dieses schrecklichen Schauspiels. Von allen Seiten wurden sie angezündet, und als die Flammen die lebendigen Schilfgarben zu umzüngeln begannen, hörte man laut und vernehmlich aus dem knisternden Feuer die betenden Stimmen der treuen Bekenner, die allmählich leiser wurden und schließlich verstummten. Nach einer halben Stunde war alles vorüber. Afrikas junge Missionskirche hatte die erste Feuerprobe bestanden und in den Helden von Uganda Martyrer vom höchsten Glanz gezeitigt.

 

Das alles hört sich an wie eine alte Sage, und es ist doch Wirklichkeit, vielfach bezeugt und von der Kirche durch die Heiligsprechung der Helden bestätigt, und weil das Blut der Martyrer bekanntlich der Same neuer Christen ist, ist Uganda, die Heimat der Blutzeugen, heute bereits mehrheitlich katholisch.

 

Die heiligen Martyrer von Uganda beweisen aufs Neue, dass die Christushelden niemals aussterben. Unter allen Gnaden aber, die Gott verteilt, ist die Gnade des Martertodes eine der größten. Auch jungen Menschen wird diese Gnade als Zeichen einer besonderen Auserwählung von Seiten Gottes zuweilen gewährt.