Heiliger Hadelin von Celles, Abt in der Diözese Lüttich, Belgien, OSB, + um 690 – Fest: 3. Februar

St. Hadelin von Celles

 

Der heilige Hadelin aus Aquitanien im mittleren Frankreich geboren, verließ sein Vaterland und alles, was er in der Welt besaß, um Jesus Christus nachzufolgen. Er widmete sich zuerst dem Bußleben in der Abtei von Solignac in Limousin. Von da ging er mit dem heiligen Remaclus, seinem Abt, in die Abtei von Cougnon, die an dem Fluss Semoy lag. Nach einiger Zeit musste er seine Einöde verlassen um der Kirche von Maastricht seine Dienste zu weihen, deren Verwaltung dem heiligen Remaclus anvertraut worden war, nachdem der heilige Amand das bischöfliche Amt niedergelegt hatte. Der neue Bischof erhob ihn zur Priesterwürde, um seinem Eifer einen größeren Wirkungskreis zu verschaffen. Als der heilige Remaclus sich in die Abtei von Stablo zurückbegab, folgte ihm der heilige Hadelin auch dahin. In der Folge trennten sie sich jedoch, und der heilige Hadelin suchte sich seinen Wohnort an dem Fluss Lesch, eine halbe Meile von Dinan entfernt. Bald versammelten sich einige andere Einsiedler um ihn, und alle dienten Gott mit glühendem Eifer durch Gebet, Fasten und Wachen. Der Ruf von Hadelins Heiligkeit lockte allerdings viele Besucher an. Da Pipin, der Oberaufseher des Pallastes mit Plectrud, seiner Gemahlin, ihn besuchte, gab er beiden heilsame Lehren über die Eitelkeit der Welt, über die Größe der himmlischen Güter und über die Pflicht, die allen Menschen aufgetragen ist, die heiligen Lehren des Evangeliums zu beobachten. Die Freigebigkeit Pipins und einiger anderer Großen setzte ihn in den Stand, ein Kloster zu bauen, wo er seine Schüler versammelte und sie durch seine Tugenden zu einem frommen Lebenswandel anzufeuern fortfuhr. Dieses Kloster bekam den Namen Celles, wegen der kleinen Zellen, die sich in ihm befanden. Als Hadelin krank geworden war, bereitete er sich mit neuem Eifer darauf vor, um vor Gott erscheinen zu können, und ermahnte seine Schüler, beständig ihren Tod vor Augen zu haben. Er starb um das Jahr 690, nachdem er die heilige Wegzehrung empfangen hatte. Sein Leichnam wurde in Celles begraben, wo in der Folge Stiftsherren, statt der Ordensgeistlichen, eingeführt wurden. Da aber im Jahr 1338 das Stift nach Wiset, einer kleinen Stadt an der Maas, zwischen Lüttich und Maastricht gelegen, versetzt wurde, nahm man auch die Reliquien des Heiligen mit dorthin. Die Übertragung seiner Gebeine wird am 11. Oktober gefeiert und am Sonntag in der Oktav von Mariä Geburt. Sein Fest aber feierte man von Anfang an am 3. Februar.