Heiliger Tanco von Verden, Bischof und Märtyrer, OSB, + 16.12.815 – Fest: 16. Februar

Dom zu Verden

 

Tanco war anfangs Mönch zu Amabarie in Schottland und verdiente wegen seiner Gelehrsamkeit, noch mehr aber wegen seiner Frömmigkeit, zum Abt erhoben zu werden. Allein sein glühendes Verlangen, für Jesus Christus sein Blut zu vergießen, flößte ihm den Entschluss ein, sich nach Deutschland zu begeben, um da nach seines Vorfahrens Patto Beispiel, der Bischof von Verden geworden war, das Evangelium zu verkündigen. Er dachte nicht, dass er zu dessen Nachfolger auf den bischöflichen Stuhl dieser Stadt würde erwählt werden. (Er war der dritte Bischof von Verden.) Durch die Handauflegung wurde sein Eifer zu neuer Tätigkeit angefeuert. Er beschäftigte sich nun einzig mit der Erweiterung des Reiches Jesu. Von Schmerz durchdrungen beim Anblick der Unordnung schlechter Christen, hielt er ihnen ihre Vergehen auf das Nachdrücklichste vor, und suchte dadurch in ihnen einen heilsamen Abscheu gegen das Laster zu erwecken. Allein einige Bösewichte, die in ihrer Lasterhaftigkeit verhärtet waren, konnten es nicht länger dulden, dass der heilige Oberhirt so öffentlich ihren Lebenswandel verdammte. Sie stürzten deswegen mit Wut über ihn her, und einer von ihnen versetzte ihm einen Lanzenstich, an dem er im Jahr 815 starb.