Heiliger Paul von Verdun, Bischof und Einsiedler OSB, + 631-649 – Fest: 8. Februar

Kathedrale in Verdun

 

Der heilige Paul wurde in jenem Teil Frankreichs geboren, den der Verfasser seiner Lebensgeschichte den unteren nennt. Er lebte anfangs auf eine sehr erbauliche Weise in der Welt und arbeitete an seiner Heiligung durch Fasten, Beten, Ausübung der Sanftmut, Nächstenliebe und aller christlichen Tugenden. In der Folge zog er sich unter die Einsiedler der Vogesen, in der Nähe von Tier zurück. Nachdem er einige Zeit an dem Berg Gebenne gewohnt hatte, der später mit Namen Paulsberg genannt wurde, widmete er sich dem Klosterleben in der Abtei Tholey, in der Diözese von Trier. Allein man zog ihn wieder aus seiner Einsamkeit hervor, um ihn auf den Bischöflichen Stuhl von Verdun zu erheben. Er brachte einen neuen Geist in sein ganzes Bistum, wo verschiedene Missbräuche geherrscht hatten. Die Könige Dagobert und Siegbert, sein Sohn, erzeigten ihm besondere Hochachtung. – Er stand mit allen Bischöfen des ganzen Frankenlandes, die durch ihre Tugenden berühmt waren, besonders mit dem heiligen Desiderius von Cahors, dem heiligen Arnulf von Metz, dem heiligen Amand von Maastricht, dem heiligen Palladius von Auxerre, dem heiligen Cunibert von Köln, dem heiligen Eligius, dem heiligen Audon usw. in freundschaftlicher Verbindung. Er starb um das Jahr 631 und wurde in der Kirche zum heiligen Saturnin, die er zu Verdun hatte erbauen lassen, und die später seinen Namen erhielt, begraben.