Der heilige Nikasius, Bischof und Martyrer von Reims, + 14.12.451 - Fest: 14. Dezember

       

Nikasius war Bischof zu Reims, ein eifriger Diener Gottes, ein kräftiger Prediger, ein Beispiel der Frömmigkeit. Er sah die Gerichte Gottes über das sündige Volk herannahen, ermahnte zur Buße und bietet sich selbst zur Versöhnung des Volkes Gottes dar. Da kommen die Wenden und erobern die Stadt. Er betet mit Eutropia, seiner Schwester, mit Florens dem Diakon, mit Juvindus dem Lektor und einigen Gläubigen in der Lieben Frauen Kirche, wird überfallen und mit allen Gegenwärtigen von den Barbaren getötet. 

 

Aus Mariä Stammbuch:

 

St. Nikasius, Erzbischof zu Reims in Frankreich, wird durch göttliche Stimme ermahnt: Nikasi, willst du einen gnädigen Gott haben, so baue der Himmelskönigin eine schöne Kirche. - Er richtet nun ein herrliches Münster auf zu Ehren Mariens der allerseligsten Jungfrau und weiht es mit seinem eigenen Blut ein.

Mit äußerster Macht predigt er zu Reims gegen die Unreinen und Ehebrecher, gegen die Gotteslästerer, Vollsäufer, Neidige - alles umsonst, bis die Vandalen vor die Stadt kamen und die Mauern einstießen. Da weissagte ihnen Nikasius, die Stadt und alle darinnen werden durch Feuer und Schwert zu Grunde gehen wegen der Verstockung in Lastern, es helfe kein Wehren.

Der Erzbischof und seine Schwester Eutropia samt allem Volk eilen Mariä Münster zu. Er steigt auf die Kanzel und ruft: "O meine lieben Schäflein, beweint doch eure Laster, tut Buße, dass ihr der höllischen Marter entflieht!" Alsdann weinten alle bitterlich über ihre Sünden und flehten Maria um ihre Fürbitte an.

Nikasius geht den Feinden entgegen und sagt: "Seht ihr meine Schäflein, ich bin der Hirt und will mein Leben für sie dargeben!" Und als er den Vers aus dem einhundertneunzehnten Psalm (Vers 25) betete: "Meine Seele ist an dem Erdreich gehangen," schlugen ihm die heranstürmenden Feinde das Haupt ab, und die Lippen flüsterten noch: "Mach mich lebendig nach deinem Wort!"

Eutropia, seine adelige Schwester, gerät in Gefahr ihrer Reinheit. Als einer ihren Bruder enthauptet, machte sich ein anderer über die Jungfrau her, sie zu entehren. Diese aber setzt sich kräftig zur Wehr und büßt ihre Liebe zur Reinheit mit dem Leben - vielmehr erhält sie die Jungfrauen- und Marterkrone zugleich.