Der heilige Nicetas, Priester und Abt der Akömeten in Bithynien, + 3.4.824 – Fest: 3. April

       

Der heilige Nicetas, Abt im Morgenland, begab sich in ein Kloster, wo man nach der Regel der Akömeten lebte. Es war das Kloster des heiligen Sergius zu Medicion in Bithynien und wurde von dem heiligen Nicephorus geleitet. Er erfüllte alle Pflichten seines Standes mit großer Pünktlichkeit und empfing die Priesterweihe um das Jahr 790 vom heiligen Tharasius, Erzbischof zu Konstantinopel. Als Nicephorus gegen das Jahr 800 starb, folgte ihm unser Diener Gottes in der abtlichen Würde und schien immerdar beseelt vom Geist seines Vorgängers, dessen Tugenden in der Kirche ein glänzendes Beispiel gab. Er und seine Mönche führten in ihrer Einsamkeit ein englisches Leben, bis Leo der Armenier plötzlich die selige Ruhe unterbrach, indem er den Heiligenbildern den Krieg erklärte. Nicetas bekannte sich laut und offen für die katholische Lehre, und sein Eifer zog ihm schwere Drangsale zu. Der Kaiser verbannte ihn auf die Insel St. Glyceria an den äußersten Grenzen der Propontis, wo er sechs Jahre in enger Haft gehalten wurde und alle Arten von Misshandlungen zu erdulden hatte. Man gestattete niemand den Zutritt zu seinem Kerker und reichte ihm durch ein kleines Fenster eben nur so viel Nahrung, als er nötig hatte, um nicht zu verhungern. Michael der Stammler, der dem im Jahr 820 gemeuchelten Leo nachfolgte, stellte die gegen die Katholiken erregte Verfolgung ein und rief die Verbannten zurück. Nicetas aber wollte aus einem Beweggrund der Demut nicht wieder in sein Kloster gehen und verbarg sich in eine Einsiedelei bei Konstantinopel, wo er am 3. April 824 starb. Mehrere Wunder haben seinen Namen verherrlicht.