Der heilige Maturin, Bekenner von Larchant, Frankreich, + 1.11.388? - Fest: 9. November

       

Der heilige Maturin, geboren im Bistum Sens, erkannte schon in früher Jugend die Nichtigkeit der Götzen, und nahm das Christentum an. Kaum hatte er die Augen dem Licht des Evangeliums geöffnet, als er alles verließ, was er in der Welt besaß, um sich einzig dem Dienst des Herrn zu widmen. Zum Priester geweiht, bekehrte er viele, die Abgötterei betrieben, unter denen auch sein Vater und seine Mutter gezählt werden. Er starb voll der Verdienste nicht lange vor dem Jahr 388. Sein Leib wurde nach Sens gebracht, und von da in das Dorf Larchent bei Nemours, in der Landschaft Gatinois, versetzt. An diesem dem Kapitel der Pariser Kathedralkirche zugehörigen Orte erbaute man eine Kirche, worin der von den Hugenotten 1568 nicht verbrannte Teil seiner Reliquien noch aufbewahrt wird. Da versammeln sich oft viele andächtige Waller, und der Sarg des Heiligen wird am Fest der Himmelfahrt Christi, und am Dienstag nach dem 11. Juni im feierlichen Bittgang nachgetragen.

 

Auch zu Paris stand eine alte Kirche, die den Namen des heiligen Maturin trug. Das Kapitel von Paris trat sie 1228 den Ordensmännern der allerheiligsten Dreieinigkeit zur Erlösung der Gefangenen ab, und daher erhielten sie, besonders in Frankreich, den Namen Maturiner.

 

Die Einwohner der Landschaft Gatinois verehren den heiligen Maturin als ihren ersten Apostel und Patron. Sein Fest ist vom 1. Auf den 9. November verlegt worden, seit am 1. November das Fest Allerheiligen begangen wird.