Der heilige Markus, Papst und Bekenner von Rom, + 7.10.336 – Fest: 7. Oktober

 

Der heilige Markus, geboren in Rom, ließ sich unter die Geistlichen dieser Stadt aufnehmen, diente Gott in aller Frömmigkeit, und zeichnete sich besonders durch seinen Eifer und seine Nächstenliebe aus. Die Verfolgung hatte zu Anfang des Jahres 305 im Abendland ein Ende genommen. Bald aber brach sie aufs Neue aus unter der Regierung des Maxentius. Der heilige Markus, erhaben über alle Furcht vor den Gefahren, die die Kirche Gottes bedrohten, wachte mit allzeit reger Sorgfalt über das Heil der Gläubigen. Die Zeiten, die die Heiden ihm frei ließen, benützte er zur Stärkung der Diener Jesu Christi. Er wusste, dass der höllische Feind nie einen Waffenstillstand gibt, und dass besonders im Frieden seine Fallstricke am gefährlichsten sind. Wegen seiner Tugenden wurde er zum Nachfolger des heiligen Silvester erhoben, unter dessen Oberhirtenamt er der Kirche ausgezeichnete Dienste erwiesen hatte. Die Zeremonie seiner Thronbesteigung wurde am 18. Januar 336 begangen. Er saß nur acht Monate und zwanzig Tage auf dem Stuhl des heiligen Petrus, denn schon am 7. Oktober desselben Jahres hat ihn Gott zu sich gerufen. Nach dem von Anastasius bekannt gemachten Pontifikat, hat er zwei Kirchen gebaut, die erste auf der ardeatischen Straße, die zweite in der Stadt selber, nicht weit vom Kapitol. Man begrub ihn auf der ardeatischen Straße, auf dem Balbinischen Friedhof, so genannt von einer heiligen Martyrin, deren Überbleibsel auf ihm ruhten. Dieser Kirchhof, vormals der Prätextanische genannt, ohne Zweifel wegen einer berühmten Person dieses Namens, war nicht weit entfernt von dem Kalixtischen, der auf der appischen Straße lag. Der heilige Markus hatte ihn verschönert, aus Ehrfurcht gegenüber den heiligen Blutzeugen, die dort begraben waren, und er ahnte damals nicht, dass der Friedhof dereinst seinen Namen tragen würde. Papst Damasus lobt in seiner Grabschrift dessen außerordentliche Uneigennützigkeit, vollkommene Verachtung aller Weltgüter und seltenen Gebetseifer, wodurch er den Segen des Himmels auf die Herde Gottes herabgezogen habe.

 

Der Name des Heiligen kommt im Kalender des Liberius und in den abendländischen Martyrologien vor. Zu Rom steht eine Kirche unter seinem Namen, worin auch seine Reliquien aufbewahrt werden.