Die heilige Johanna von Chusa, Gemahlin des Schatzmeisters von Herodes, + 1. Jahrhundert – Fest: 24. Mai

 

Wir wissen von dieser Heiligen nur das, was uns der heilige Evangelist Lukas von ihr aufgezeichnet hat. Besonders beziehen sich in seinem Evangelium zwei Stellen auf sie. In der ersten heißt es: „Es begab sich, dass Jesus von einer Stadt und von einem Flecken zum anderen reiste, und das Reich Gottes predigte, und die Zwölf mit ihm; und etliche Frauen, die er von bösen Geistern und Krankheiten geheilt hatte, nämlich Maria, die Magdalena genannt wird, aus der sieben Teufel ausgefahren sind, und Johanna, die Frau des Chusa, eines Verwalters des Herodes, und Susanna und viele andere, die ihm mit ihrem Vermögen dienten.“ An der anderen Stelle aber lesen wir: „Die Frauen, die mit ihm (Jesus) aus Galiläa gekommen waren, sahen das Grab an, und wie sein Leib hineingelegt wurde. Danach kehrten sie um, und bereiteten Spezereien und Balsam. Am Sabbath ruhten sie nach dem Gesetz. Am ersten Tag nach dem Sabbath aber gingen sie sehr früh zu dem Grab, und brachten Spezereien, die sie bereitet hatten. Sie fanden den Stein vom Grab hinweg gewälzt. Und da sie hinein gingen, fanden sie den Leib des Herrn Jesus nicht. Und es begab sich, als sie deswegen bestürzt waren, siehe, da standen zwei Männer in glänzenden Kleidern neben ihnen. Da sie aber furchtsam wurden, und ihr Gesicht zur Erde senkten, sagten diese zu ihnen: Was sucht ihr den Lebendigen unter den Toten? Er ist nicht hier sondern auferstanden. Erinnert euch, was er zu euch sagte, als er noch in Galiläa war, da er sprach: Es muss geschehen, dass des Menschen Sohn in die Hände der Sünder überliefert und gekreuzigt werde, und am dritten Tag wieder auferstehe. Und sie erinnerten sich dieser Worte. Und da sie von dem Grab zurückkehrten, verkündigten sie dieses alles den Elf und allen übrigen. Es waren aber Maria Magdalena und Johanna und Maria des Jakobus und die übrigen Gefährtinnen, die es zu den Aposteln sagten.“ Den Namen dieser heiligen Johanna findet man schon in den ältesten Marterbüchern aufgezeichnet. Wie lange sie nach der Auferstehung des Heilands gelebt, und was sie zuletzt für ein Schicksal gehabt habe, ist nicht bekannt.

 

Was für eine Liebe und Sorgfalt für Jesus zeigte die heilige Johanna. Sie sorgte aus ihren Mitteln für seinen Unterhalt. Wie glücklich war sie! Sind es aber nicht auch wir, wenn wir aus Liebe zu Jesus, Armen Gutes tun? Welche Treue, welchen unerschrockenen Mut bewies sie. Sie scheute sich nicht, sich als eine Schülerin des Gekreuzigten zu zeigen. Wenn man Jesus so innig liebt, so fragt man nicht, ob man von der Welt gesehen wird. Wie ahmen wir ihre Güte, ihr Wohlwollen, ihre Liebe nach?