Der heilige Humbert von Maroilles in Frankreich, Ordensgeistlicher, + 25.3.682 - Fest: 25. März

       

Dieser Heilige, ein Sohn von Eurard und Popita, wurde geboren zu Mazières-sur-Oise, zwei Stunden von St.-Quentin. Sein Vater hat den Beinamen der Gottselige, woraus man ersieht, dass er noch ausgezeichneter durch seine Tugend, als durch seine Geburt und Reichtümer gewesen ist. Die glücklichen Anlagen des jungen Humbert bewogen seine Eltern, ihm dem Dienst der Altäre zu weihen. Sie führten ihn daher nach Laon, wo er die Tonsur empfing. Hierauf brachten sie ihn in ein Kloster, um ihn in der Frömmigkeit und den Wissenschaften unterrichten zu lassen. Wegen seines Verdienstes und seiner Fähigkeit wurde er bald der Priesterweihe würdig befunden, nach deren Empfang er noch einige Zeit im Kloster blieb, das er nach dem Tod seiner Eltern verließ, um über sein väterliches Erbe zu verfügen. Er nahm den heiligen Amandus und den heiligen Micasius bei sich auf, und folgte ihnen dann nach Italien, um sein Verlangen, das ihn schon längst zum Besuch der heiligen Gräber hinzog, zu befriedigen. Man sagt, er habe in derselben Absicht eine zweite Reise nach Rom unternommen.

 

Bei seiner Rückkehr besuchte er den heiligen Amandus zu Elno, zog sich dann zurück in das Kloster von Maroilles im Hennegau, das der Graf Rodobert kurz vorher gestiftet hatte. (Maroilles liegt in dem Gebiet von Famars, an dem Flüsschen Hespres in der Diözese Cammerich.) Entschlossen daselbst seine Tage zu beschließen, gab er ihm als Eigentum den größten Teil der Besitzungen von Mazières. Wegen dieser beträchtlichen Schenkung wurde er als Stifter des Klosters von Maroilles angesehen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass er ihm vorstand, weil die Religiosen seine Jünger genannt werden. Er starb am 25. März im Jahr 682. Sein Name findet sich in den Martyrologien der Niederlande, Frankreichs und Deutschlands. Am 6. September feiert man das Fest der Versetzung seiner Reliquien, die seit dem 12. Jahrhundert sich im Kloster von Maroilles befinden.