Der heilige Domitian von Melitene, Bischof in Armenien, + 10.1.600 – Fest: 10. Januar

 

Dieser Heilige fing an zu blühen unter dem Kaiser Justin dem Jüngeren. Seine Eltern hießen Theodor und Eudocia, die sowohl durch Frömmigkeit als durch Bildung ausgezeichnet waren. Er trat in den Ehestand und als er seine Gemahlin verloren hatte, widmete er sich ganz der Wissenschaft des Heils und erwarb sich einen solchen Ruhm, dass man ihn der Kirche von Melitene als Bischof vorsetzte, da er kaum das dreißigste Lebensjahr erreicht hatte. In dieser Eigenschaft erglühte seine Seele von himmlischer Sehnsucht, das Heil seiner Untergebenen, so viel an ihm lag, zu befördern. Durch seine Vermittlung verhalf der Kaiser Mauritius (Trat die Regierung am 14. August 582 an. Unser Heiliger soll mit ihm nahe verwandt gewesen sein.) dem persischen König Chosroes II., gegen den sich Varamus zum König aufgeworfen hatte, wieder auf seinen Thron: dies geschah 589 und zu Anfang des Jahres 590. Dadurch gewann er sich die Liebe des römischen Kaisers, der ihm große Summen an Gold schenkte, die er sämtlich für Kirchen und Spitäler verwendete. Als er einst nach Konstantinopel gereist war, ging er dort ins selige Leben hinüber, und erhielt vom ganzen Hof und der Clerisei die ausgezeichnetsten Ehren, worauf sein Leichnam mit Fackeln und Hymnengesang begleitet in sein Vaterland zurückgeführt wurde. Durch seine Fürbitte sind viele Wunder geschehen.