Der selige Benignus Benizzi, Abt und Einsiedler zu Vallombrosa,+ 17.7.1236- Gedenktag: 17. Juli

 

Die Bollandisten erzählen auf den Tag des 17. Juli aus dem Leben des heiligen Benignus folgenden schönen Zug von dessen Andacht zu Maria.

 

Der heilige Benignus, Abt, der von Jugend auf die Gefahren kannte, die man in der Welt zu bestehen hat, wählte zur Führerin, Herrin und Mutter die allerseligste Jungfrau Maria.

 

Er dachte, er müsse, um seiner Beschützerin würdig zu sein, den Engeln gleichen, die im Himmel diese große Königin bedienen, und aus seinen Gebärden, wie aus seinem Antlitz leuchtete eine engelhafte Reinheit und Heiterkeit der Seele hervor. Und doch gelang es dem Dämon, der über so viel Unschuld neidisch war, sie zu beflecken. Als Benignus schon einen Fuß an den Abgrund gesetzt hatte, erinnerte er sich der allerseligsten Jungfrau, der er sich geweiht hatte. Über sich selbst schämend, dass er sein Versprechen gebrochen hatte, warf er sich vor der Mutter der Barmherzigkeit auf die Knie und bat sie um Erleuchtung und Verzeihung. Sodann machte er, um seinen Fehler zu sühnen, eine Wallfahrt nach Rom, wo er beichtete und die ganze Fastenzeit über fastete. Hierauf wollte er in sein Vaterland zurückkehren, aber weil er einen neuen Angriff des Satans fürchtete, so beschloss er, in Vallombrosa Mönch zu werden, was er auch ausführte, indem er im Dienst Mariens verharrte, der er alles Gute seiner Seele zu verdanken bekannte. Zum Priesterstand erzogen, brachte er alle Samstage zu Ehren Mariens das heilige Messopfer dar, oder wenn er nicht konnte, so wohnte er wenigstens einer heiligen Messe bei, indem er sich vorstellte, mit Maria dem schmerzhaften Opfer am Kalvarienberg gegenwärtig zu sein. Seine Tugenden erhoben ihn zum Ordensgeneral. Aber es gelang ihm, zu bewirken, dass er abgesetzt wurde, indem er hierin die Demut seiner Beschützerin nachahmte. Er beschloss sein Leben, wie er es begonnen hatte, unter dem Schutz der heiligen Jungfrau.