Der heilige Julius und der heilige Aaron, Märtyrer in England der diokletianischen Verfolgung, + 304 – Fest: 1. Juli (22. Juni)

 

Diese zwei Heiligen, von denen einer in der heiligen Taufe einen römischen, der andere einen hebräischen Namen erhalten hatte, waren von Geburt Briten. Sie verherrlichten den Namen Gottes durch den Martertod, den sie zu Caerleon an der Usk, in der Grafschaft Monmouth, unter der Regierung Diokletians, gelitten haben (Dies geschah nach Alford um das Jahr 287, der dieses Jahr aus der alten Überlieferung der englischen Geschichtsschreiber nachweist. Bollandus und Sollier setzen den Martertod der zwei Heiligen in das Jahr 304.). Einige Schriftsteller, wie z.B. der heilige Gildas und der ehrwürdige Beda, schildern ihren Triumph als einen der eindrücklichsten, den die Geschichte aufzuweisen hat. Andere sagen, sie wären zuerst nach Rom gekommen, und hätten sich da auf das Studium der Heiligen Schrift konzentriert. Der ehrwürdige Beda versichert, dass sie nicht die einzigen gewesen sind, die damals durch das Vergießen ihres Blutes ihren Glauben besiegelt haben, und dass noch viele andere Christen beiderlei Geschlechts mit ihnen durch unerhörte Qualen zur himmlischen Seligkeit gelangt sind.

 

Bei Giraldus Cambrensis (er schrieb um das Jahr 1200) lesen wir, dass man vor Zeiten die Leichname der zwei Blutzeugen zu Caerleon verehrt hat, und es sind da zwei Kirchen gewesen, die eine unter dem Namen des heiligen Julius, die andere unter dem des heiligen Aaron. Die erstere wurde von Nonnen betreut, die zweite durch Regulierte Chorherren.